Chronik

Auszug aus der Chronik
Zusammengetragen von Norbert Amberg
Die Chronik des Bezirksverbandes umfasst im Minimum 95 DIN A 4 Seiten!

Vorgeschichtliches

Kleine Wappenkunde

Das Wappen der Gemeinde Schwalmtal setzt sich aus Teilen der Wappen der beiden früheren Gemeinden Amern und Waldniel zusammen. Vom Waldnieler Wappen wurde die linke Seite mit dem Erzengel Michael im Kampf mit dem Drachen und vom Amerner Wappen die rechte Seite mit den Balken aus dem Siegel des Dominus Henricus de Ambere entnommen, das an einer Urkunde des Arnoldus de Ambere inferior vom 22.09.1267 hängt. Die Herren von Amern (Ambere) gelten als Gründer des Grenzkreises Ober- und Unteramern. Da die Gemeinden seinerzeit dem Amt Jülich angegliedert waren führten sie den Jülicher Löwen in ihrem Wappen, worauf man im Schwalmtaler Wappen verzichtete.

Das Wappen der Gemeinde Brüggen zeigt auf der linken Seite Maria mit Kind aus dem Brachter Wappen und rechts den Jülicher Löwen der in beiden Wappen vorkam.

Vorgeschichtliches aus dem Tal der Schwalm

Das Schwalmgebiet bildet einen Teil des Mülgaus, der zuerst unter dem Namen »Moilla« im Jahr 839 genannt wird. Im Jahr 966 wird zum ersten Mal ein gewisser Eremfried als Gaugraf im Muelgau ernannt. Später waren es die Grafen von Kessel (1082 erstmalig genannt), die dieses Amt innehatten. Sie waren nicht nur über die Besitzungen St.Pantaleons im Mülgau als Vögte gestellt, sondern auch über die Grundherrschaften des Kölner Domkapitels zu Waldniel und Amern St.Georg und des Xantener Stiftes zu Dülken und Amern-St.Anton. 1136 die Borner Kapelle untersteht dem St.Pantaleon Kloster Königsdorf im Erzbistum Köln. 1421 baut Pfarrer Heinrich Slecht die Kirche so aus wie sie 2000 noch zu sehen ist.

1267 wird das Getreide in Amern und Lüttelforst nach „Dülkener Maß“ gemessen. Erste urkundliche Erwähnung 1289, als Walram von Kessel Burg und Mühle Brüggen dem Herzog Johann III. von Brabant als Lehen übertrug. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts verfiel das Geschlecht der Kessel. Da man zu dieser Zeit bemüht war, die verstreuten Besitzungen zusammenzufassen, kam das Schwalmgebiet zum Jülicher Territorium und gehörte von 1305 bis 1801 zu dem Jülicher Amt Brüggen. Es war in fünf Dingstühle oder Orte geteilt. Waldnielerort umfasste Waldniel, Kirspelwaldniel, Lüttelforst, die beiden Amern und Dilkrath. 1400 Die Benennung „Waldniel“ scheint zuerst durch die geistliche Behörde aufgekommen zu sein. Für sie war eine Unterscheidung zwischen Waldniel und Maasniel notwendig, da beide zum Dekanat Wassenberg gehörten. Dieses umfasste im Jahre 1400 außer 36 anderen Pfarreien auch Nyel ad nemus (Waldniel) und Nyel ad mosam Maasniel). [Quelle: „Waldniel als Flecken und die Wandlungen seines Namens im Laufe der Jahrhunderte“ Hubert Pötter 1939 Seite 18] Mitte des 14. Jahrhunderts wurde ein Schloss in Waldniel gebaut, das lange Jahre »Haus Clee« hieß und seit 1911 dem Kommerzialrat Josef Kaiser, Gründer des Kaisers Kaffee-Geschäftes, gehörte.

12-seitiger Auszug als PDF zum Download

 


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